Interview mit Frau Feder – Zurück am FGV
Seit Beginn des Schuljahres 2025/26 ist Frau Feder nun als Lehrerin am FGV tätig. Früher war sie selbst Schülerin an dieser Schule. Wir wollten wissen, wie sie sich eingelebt hat und was sie zu ihrer Rückkehr bewegt hat.
„Ich wurde sehr herzlich aufgenommen“
Schülerzeitung: Sie sind jetzt seit etwa sieben Wochen hier Lehrerin. Wie fühlen Sie sich?
Frau Feder: Ich fühle mich gut und angekommen. Ich wurde sehr herzlich von den Schüler:innen und Kolleg:innen aufgenommen. Das hat meinen Start deutlich erleichtert und darüber bin ich sehr froh.
Von der ehemaligen Schülerin zur Lehrerin am FGV
Schülerzeitung: Sie waren ja früher selbst Schülerin am FGV. Wie kam es dazu, dass Sie wieder hierher zurückgekehrt sind?
Frau Feder: Ich hatte immer mal wieder Kontakt zu Peter Cordes, auch als ich noch in Hamburg gearbeitet habe. Wegen meines Fachs Spanisch habe ich mir aber keine großen
Hoffnungen gemacht. Anfang des Jahres ging dann plötzlich alles ganz schnell, als die Anfrage von Herrn Sieven kam, Spanisch als neue Sprache in der Oberstufe einzuführen. Nach unserem Gespräch
musste ich erst einmal überlegen, ob ich das vielleicht nur geträumt hatte.
Ich schätze die Nähe zu unserem Wohnort und die familiäre Struktur am FGV sehr. Den Bezug zur eigenen Schule verliert man wohl nie ganz – und vielleicht liegt es einfach daran, dass das FGV immer
noch eine tolle Schule ist!
Vom Traum der Kinderärztin zur Lehrerin
Schülerzeitung: Wie sind Sie generell auf den Beruf der Lehrerin gekommen?
Frau Feder: Eigentlich wollte ich in meiner Kindheit und Jugend immer Kinderärztin werden. Aufgrund meines Abiturschnitts konnte ich mich aber erst einmal „nur“ in Zahnmedizin
einschreiben. Nach zwei Semestern habe ich gemerkt, dass das nichts für mich ist – ich beherrschte das Handwerk nicht richtig und der Wechsel in die Humanmedizin wäre zu riskant gewesen.
Dann dachte ich mir: „Mach eben etwas anderes mit Kindern“ – und wurde Lehrerin! Anfangs stand der Beruf des Lehrers sehr weit unten auf meiner Liste, aber jetzt liebe ich ihn.
„Es gibt viele schöne Momente – aber auch schwierige“
Schülerzeitung: Gab es in Ihrer bisherigen Zeit als Lehrerin schon besondere Momente – schöne oder auch schwierige?
Frau Feder: Zum Glück gibt es viele schöne Momente. Meine Klasse in Hamburg hat mir zum Beispiel einmal ein kölsches Karnevalslied umgedichtet, damit ich meine Heimat nicht so
sehr vermisse. Das war eine tolle Überraschung und hat mich zu Tränen gerührt.
Als SV-Lehrerin hatte ich außerdem einen engen Kontakt zu den Schüler:innen und ihren Interessen – das hat mich persönlich und beruflich sehr geprägt. Mein Abschied an der Europaschule in
Langerwehe war wunderschön und sehr wertschätzend.
Aber es gab auch schwierige Momente. Einmal hat mir ein Vater vorgeworfen, ich hätte seinen Sohn wegen seiner Hautfarbe schlechter bewertet. Das war wirklich schlimm für mich.
Tipps für zukünftige Lehrer:innen
Schülerzeitung: Haben Sie Tipps für Schüler:innen, die später auch Lehrer:in werden möchten?
Frau Feder: Ja, sucht euch Fächer aus, die euch Spaß machen und Abwechslung bieten. Sie sollten euch auch einen Lebensbezug geben. Außerdem sollte man sich selbst und das System
Schule nicht immer zu ernst nehmen. Humor hilft ungemein! Ich habe viele Schulen kennengelernt, und überall geben Lehrkräfte ihr Bestes. Man merkt, dass Bildung in Deutschland durchaus gut
funktionieren kann.
„Die Handyregelung ist super“
Schülerzeitung: Was finden Sie am FGV besonders gut, und was könnte man noch verbessern?
Frau Feder: Super finde ich die Handyregelung. Damit beugt man vielen Problemen vor, bevor sie überhaupt entstehen. Natürlich gibt es an jeder Schule Dinge, die man verbessern
könnte, aber nach sieben Wochen kann ich das noch nicht wirklich beurteilen. Das erzähle ich euch dann vielleicht beim nächsten Interview!
Viele Grüße von Frau Feder
Von Leonie Braun und Emily Förster
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